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**** BASIC-BEFEHLE LEXIKON ****

Alle BASIC-Befehle im Ueberblick

Jeder Befehl, jede Funktion und jeder Operator von Commodore BASIC V2 an einem Ort: mit Kategorie, Erklaerung und Codebeispiel. Tippe einen Namen in die Suche oder filtere nach Kategorie.

Dieses Lexikon dokumentiert den vollstaendigen Original-Befehlssatz des C64. Lernkurs und freier Editor unterstuetzen aktuell einen Kernteil davon, weitere Befehle folgen mit der Zeit.

72 Befehle

A

ABS

Numerische Funktion

Gibt den absoluten Betrag (den positiven Wert) einer Zahl zurück.

Beispiel 10 PRINT ABS(-5.5) : REM Gibt 5.5 aus

AND

Logischer Operator

Verknüpft zwei Bedingungen logisch mit UND oder führt eine bitweise UND-Operation durch.

Beispiel 10 IF A=1 AND B=2 THEN PRINT "JA"

ASC

String-Funktion

Gibt den Commodore-ASCII/PETSCII-Wert des ersten Zeichens einer Zeichenkette zurück.

Beispiel 10 PRINT ASC("A") : REM Gibt 65 aus

ATN

Numerische Funktion

Berechnet den Arcustangens (mathematische Umkehrfunktion des Tangens) im Bogenmaß.

Beispiel 10 PRINT ATN(1) : REM Gibt ca. 0.785398163 aus

C

CHR$

String-Funktion

Wandelt einen PETSCII-Zahlencode in das entsprechende Zeichen um.

Beispiel 10 PRINT CHR$(65) : REM Gibt ein 'A' aus

CLOSE

I/O-Befehl

Schließt einen zuvor mit OPEN geöffneten Datenkanal/Datei.

Beispiel 10 CLOSE 1

CLR

Speicherbefehl

Löscht alle Variablen, Arrays und Funktionsdefinitionen aus dem Speicher; setzt den Stack zurück.

Beispiel 10 CLR

CMD

I/O-Befehl

Leitet die Standard-Ausgabe (z.B. von PRINT oder LIST) vom Bildschirm auf ein geöffnetes Peripheriegerät (z.B. Drucker oder Diskette) um.

Beispiel 10 OPEN 4,4:CMD 4:LIST : REM Druckt das Listing aus

CONT

Befehl

Setzt die Programmausführung nach einer Unterbrechung durch STOP, END oder die RUN/STOP-Taste fort.

Beispiel CONT (Direktmodus)

COS

Numerische Funktion

Berechnet den Kosinus eines Winkels, der im Bogenmaß angegeben ist.

Beispiel 10 PRINT COS(0) : REM Gibt 1 aus

D

DATA

Speicherbefehl

Speichert Datenwerte innerhalb des Programmcodes, die mit READ eingelesen werden können.

Beispiel 10 DATA 10, 20, "TEXT"

DEF FN

Befehl

Definiert eine benutzerdefinierte mathematische Funktion mit einer Variablen.

Beispiel 10 DEF FNM(X) = X * 2 : PRINT FNM(5)

DIM

Speicherbefehl

Dimensioniert ein Array (Feld) und legt dessen maximale Größe fest.

Beispiel 10 DIM A$(10, 10) : REM Erstellt eine 11x11 Matrix

E

END

Befehl

Beendet die Programmausführung ordnungsgemäß.

Beispiel 100 END

EXP

Numerische Funktion

Berechnet die Exponentialfunktion zur Basis e (Eulersche Zahl hoch X).

Beispiel 10 PRINT EXP(1) : REM Gibt 2.71828183 aus

F

FN

Numerische Funktion

Ruft eine zuvor mit DEF FN definierte Funktion auf.

Beispiel 20 PRINT FNX(5)

FOR

Ablaufsteuerung

Leitet eine Zählschleife ein, die bis zum Erreichen eines Werts wiederholt wird.

Beispiel 10 FOR I = 1 TO 10 : NEXT I

FRE

Speicherfunktion

Gibt den freien Arbeitsspeicherplatz in Bytes zurück (erfordert ein Dummy-Argument).

Beispiel 10 PRINT FRE(0)

G

GET

I/O-Befehl

Liest ein einzelnes Zeichen direkt von der Tastatur, ohne auf die RETURN-Taste zu warten.

Beispiel 10 GET A$ : IF A$="" THEN 10

GET#

I/O-Befehl

Liest ein einzelnes Byte aus einer geöffneten Datei oder einem Datenkanal.

Beispiel 10 GET#1, A$

GO

Ablaufsteuerung

Teil des GOTO-Befehls (kann in BASIC V2 auch getrennt von TO geschrieben werden).

Beispiel 10 GO TO 100

GOSUB

Ablaufsteuerung

Springt in ein Unterprogramm (Subroutine) ab einer bestimmten Zeilennummer.

Beispiel 10 GOSUB 500

GOTO

Ablaufsteuerung

Führt einen unbedingten Sprung zu der angegebenen Zeilennummer aus.

Beispiel 10 GOTO 10

I

IF

Ablaufsteuerung

Leitet eine Bedingungsprüfung ein (Wenn-Dann-Struktur).

Beispiel 10 IF X > 5 THEN GOTO 100

INPUT

I/O-Befehl

Erwartet eine Eingabe über die Tastatur und speichert sie in einer Variablen (erfordert RETURN).

Beispiel 10 INPUT "NAME"; N$

INPUT#

I/O-Befehl

Liest Daten (Variablenwerte) aus einer geöffneten Datei oder einem Datenkanal.

Beispiel 10 INPUT#1, A$, B

INT

Numerische Funktion

Rundet eine Zahl auf die nächstkleinere ganze Zahl ab.

Beispiel 10 PRINT INT(3.9) : REM Gibt 3 aus

L

LEFT$

String-Funktion

Schneidet eine anzugebende Anzahl von Zeichen von links aus einem String aus.

Beispiel 10 PRINT LEFT$("HELLO", 3) : REM Gibt 'HEL' aus

LEN

String-Funktion

Gibt die Anzahl der Zeichen (Länge) einer Zeichenkette zurück.

Beispiel 10 PRINT LEN("C64") : REM Gibt 3 aus

LET

Befehl

Weist einer Variablen einen Wert zu (optional, kann weggelassen werden).

Beispiel 10 LET A = 5

LIST

Befehl

Zeigt den im Speicher befindlichen Programmcode ganz oder teilweise auf dem Bildschirm an.

Beispiel LIST 10-100

LOAD

I/O-Befehl

Lädt ein Programm von Datasette oder Diskette in den Arbeitsspeicher.

Beispiel LOAD "*",8,1

LOG

Numerische Funktion

Berechnet den natürlichen Logarithmus (Basis e) einer positiven Zahl.

Beispiel 10 PRINT LOG(10) : REM Gibt ca. 2.30258509 aus

M

MID$

String-Funktion

Extrahiert einen Teilstring aus einer Zeichenkette ab einer Startposition mit bestimmter Länge.

Beispiel 10 PRINT MID$("COMMODORE", 4, 3) : REM Gibt 'MOD' aus

N

NEW

Befehl

Löscht das aktuelle BASIC-Programm und alle Variablen komplett aus dem Arbeitsspeicher.

Beispiel NEW

NEXT

Ablaufsteuerung

Schließt eine FOR-Zählschleife ab und erhöht/verringert den Zähler.

Beispiel 20 NEXT I

NOT

Logischer Operator

Invertiert eine logische Bedingung oder führt eine bitweise NOT-Operation durch.

Beispiel 10 IF NOT A THEN PRINT "A IST NULL"

O

ON

Ablaufsteuerung

Ermöglicht eine Mehrfachverzweigung (in Kombination mit GOTO oder GOSUB) anhand eines Index.

Beispiel 10 ON X GOTO 100, 200, 300

OPEN

I/O-Befehl

Öffnet eine logische Datei / einen Kommunikationskanal zu einem Gerät (Diskette, Drucker etc.).

Beispiel 10 OPEN 1,8,15

OR

Logischer Operator

Verknüpft zwei Bedingungen logisch mit ODER oder führt ein bitweises ODER aus.

Beispiel 10 IF A=1 OR B=1 THEN PRINT "OK"

P

PEEK

Speicherfunktion

Liest den Inhalt (Wert 0-255) einer bestimmten RAM- oder ROM-Speicheradresse aus.

Beispiel 10 PRINT PEEK(53280) : REM Liest Rahmenfarbe

POKE

Speicherbefehl

Schreibt einen Wert (0-255) in eine bestimmte Speicheradresse.

Beispiel 10 POKE 53280, 0 : REM Färbt Rahmen schwarz

POS

Funktion

Gibt die aktuelle Spaltenposition des Textcursors auf dem Bildschirm aus (Argument ist ein Dummy).

Beispiel 10 PRINT POS(0)

PRINT

I/O-Befehl

Gibt Text, Variablen oder Berechnungsergebnisse auf dem Bildschirm aus (Abkürzung: ?).

Beispiel 10 PRINT "HALLO WELT"

PRINT#

I/O-Befehl

Schreibt Daten in eine zuvor geöffnete logische Datei / Gerät.

Beispiel 10 PRINT#1, "DATENSATZ"

R

READ

Speicherbefehl

Liest Werte aus den programminternen DATA-Zeilen in Variablen ein.

Beispiel 10 READ A, B$

REM

Befehl

Leitet einen Kommentar (Remarks) ein. Der nachfolgende Text der Zeile wird vom Interpreter ignoriert.

Beispiel 10 REM DIES IST EIN KOMMENTAR

RESTORE

Speicherbefehl

Setzt den internen DATA-Lesezeiger wieder auf das erste DATA-Element im Programm zurück.

Beispiel 10 RESTORE

RETURN

Ablaufsteuerung

Beendet ein Unterprogramm und springt zum Befehl hinter dem aufrufenden GOSUB zurück.

Beispiel 510 RETURN

RIGHT$

String-Funktion

Schneidet eine anzugebende Anzahl von Zeichen von rechts aus einem String aus.

Beispiel 10 PRINT RIGHT$("WELCOME", 4) : REM Gibt 'COME' aus

RND

Numerische Funktion

Generiert eine Fließkomma-Zufallszahl zwischen 0 und weniger als 1.

Beispiel 10 PRINT INT(RND(1)*6)+1 : REM Würfel (1-6)

RUN

Befehl

Startet die Ausführung des aktuellen BASIC-Programms von der ersten Zeile an (oder ab angegebener Zeile).

Beispiel RUN 10

S

SAVE

I/O-Befehl

Speichert das im RAM befindliche BASIC-Programm auf ein externes Speichermedium.

Beispiel SAVE "MEINPROG",8

SGN

Numerische Funktion

Gibt das Vorzeichen einer Zahl zurück (-1 für negativ, 0 für Null, 1 für positiv).

Beispiel 10 PRINT SGN(-15) : REM Gibt -1 aus

SIN

Numerische Funktion

Berechnet den Sinus eines Winkels im Bogenmaß.

Beispiel 10 PRINT SIN(1)

SPC

Ausgabefunktion

Fügt innerhalb eines PRINT-Befehls eine angegebene Anzahl an Leerzeichen ein.

Beispiel 10 PRINT "A"; SPC(5); "B"

SQR

Numerische Funktion

Berechnet die Quadratwurzel einer positiven Zahl.

Beispiel 10 PRINT SQR(9) : REM Gibt 3 aus

STATUS

Systemvariable

Gibt den aktuellen Status der letzten I/O-Operation zurück (auch als ST abrufbar).

Beispiel 10 PRINT ST

STEP

Ablaufsteuerung

Gibt die Schrittweite für die Erhöhung/Verringerung des Zählers in einer FOR-Schleife an.

Beispiel 10 FOR I = 10 TO 0 STEP -2 : NEXT I

STOP

Befehl

Unterbricht den Programmablauf und gibt eine Meldung mit der Zeilennummer aus.

Beispiel 10 STOP

STR$

String-Funktion

Konvertiert einen numerischen Wert in eine lesbare Zeichenkette (String).

Beispiel 10 A$ = STR$(123)

SYS

Systembefehl

Springt zu einer Maschinenprogramm-Routine an der angegebenen Speicheradresse.

Beispiel 10 SYS 64738 : REM Führt C64-Reset aus

T

TAB

Ausgabefunktion

Setzt den Cursor innerhalb eines PRINT-Befehls an eine absolute Spaltenposition.

Beispiel 10 PRINT TAB(10); "TEXT"

TAN

Numerische Funktion

Berechnet den Tangens eines Winkels im Bogenmaß.

Beispiel 10 PRINT TAN(0.5)

THEN

Ablaufsteuerung

Definiert die Aktion, die bei einer zutreffenden IF-Bedingung ausgeführt wird.

Beispiel 10 IF A=1 THEN PRINT "JA"

TIME

Systemvariable

Gibt die seit dem Einschalten vergangenen Ticks (1/60 Sekunde) zurück (auch als TI abrufbar).

Beispiel 10 PRINT TI

TIME$

Systemvariable

Gibt die aktuelle Systemzeit im Format HHMMSS als String aus oder setzt diese (auch als TI$).

Beispiel 10 TI$="120000" : PRINT TI$

TO

Ablaufsteuerung

Gibt den Endwert einer Zählschleife im FOR-Befehl an.

Beispiel 10 FOR I = 1 TO 5 : NEXT I

U

USR

Systemfunktion

Ruft ein Maschinenprogramm auf, das über die Vektoren im Speicher definiert ist, und übergibt einen Wert.

Beispiel 10 X = USR(5)

V

VAL

String-Funktion

Wandelt eine Zeichenkette, die Zahlen enthält, in einen echten numerischen Wert um.

Beispiel 10 V = VAL("45.6")

VERIFY

I/O-Befehl

Vergleicht ein Programm auf einem Datenträger mit dem aktuell geladenen Programm im RAM auf Fehler.

Beispiel VERIFY "MEINPROG",8

W

WAIT

Systembefehl

Hält das Programm an, bis an einer Speicheradresse bestimmte Bits gesetzt/gelöscht sind (Bit-Maskierung).

Beispiel 10 WAIT 198, 1 : REM Wartet auf Tastendruckpuffer

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